So entstand „One Hundred Lovers“

Tagsüber wahrt Robyn Ward ihr Image als pflichtbewusste Schulsekretärin, nachts schläft sie als Samantha Bane mit den heißesten Männern Kaliforniens …

Nach den traumatischen Erlebnissen in ihrer Jugend hat Robyn der Liebe abgeschworen. Schneller Sex hingegen verschafft ihr für kurze Zeit Selbstbestätigung und die Anerkennung, die sie so dringend braucht. Was jedoch niemand dieser Männer weiß: Robyn betreibt den berüchtigten Blog One Hundred Lovers, auf dem sie über jedes ihrer heißen Abenteuer berichtet. Als eine große Tageszeitung ihre Kolumnen veröffentlicht, will plötzlich ganz Amerika wissen, wer hinter den verruchten Sexstorys steckt.

Während Robyn allmählich die Kontrolle über den Blog verliert und anfangen muss, ihr Leben zu hinterfragen, taucht plötzlich Ethan auf – der Junge, der ihr einst das Herz brach und für ihre dunkelsten Stunden verantwortlich war. Gibt es für die Liebe eine zweite Chance?

Erscheint voraussichtlich am 24. Januar 2020 als E-Book und Taschenbuch bei Romance Edition

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Wie ist das Buch eigentlich entstanden?

Im Juni 2018 begann ich diese Geschichte mit dem schlichten Wunsch, einen Erotikroman zu schreiben. Da ich zwei Jahre zuvor einen Urlaub in Los Angeles verbracht hatte, reizte mich das Setting schon länger und es kribbelte in meinen Fingerspitzen, ein Buch im sonnigen Kalifornien spielen zu lassen. Mir war schnell klar, dass es um eine junge Frau gehen sollte, die heimlich über ihr Sexleben bloggt.

Der Grund für meinen Genrewechsel war simpel: Ich hatte in den vergangenen Jahren ein paar Liebesromane mit expliziten Erotikszenen gelesen, doch die wenigsten davon empfand ich als geschmackvoll. Entweder wurde alles wahnsinnig übertrieben dargestellt oder die Protagonisten lieferten sich während des Liebesspiels Dialoge, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellten. Auch heute geht es mir noch so, dass ich Bücher, die ich eigentlich richtig gut finde, kopfschüttelnd zur Seite legen muss, wenn es „ans Eingemachte“ geht. Ich habe keine Ahnung, ob das ein Phänomen amerikanischer Autorinnen ist oder ob es anderen Lesern ähnlich ergeht, aber plötzlich war da der Wunsch, es selbst einmal zu versuchen. Ich wollte geschmackvolle Szenen schreiben, die authentisch und schön zu lesen sind. Ohne dass man lachen, sich fremdschämen oder die Stirn runzeln muss. Ob mir das mit One Hundred Lovers gelungen ist? Das muss jede(r) Leser(in) für sich selbst entscheiden. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meinem Manuskript. Aber natürlich bin ich auch ein wenig nervös. Der Gedanke, dass Arbeitskollegen oder meine Schwiegermutter diese Geschichte lesen könnten, ist manchmal befremdlich. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch den Großen in diesem Genre so geht.

Während des fast sechsmonatigen Schreibprozesses merkte ich schnell, dass meine Geschichte Tiefe braucht. Sexszenen plus Liebesgeschichte = Happy End? Das reichte mir nicht. Also schickte ich meine Protagonistin Robyn durch ihre ganz persönliche Hölle, die ihr eine schwere Vorgeschichte mit auf den Weg gibt. Diese Vorgeschichte wird im Epilog kurz angeschnitten und im späteren Verlauf der Story genauer aufgerollt. Je länger ich an dem Manuskript arbeitete, desto wichtiger wurde es mir, ein Gegengewicht zu den zahlreichen oberflächlichen One-Night-Stands zu entwickeln. Außerdem brauchte Robyn einen triftigen Grund für ihr Handeln. Spaß am Sex allein reichte mir nicht als Motivation für ihr Handeln. So griff ich das Thema Selbstliebe auf, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Meiner lieben Lektorin Eva habe ich es zu verdanken, dass sie mich auf den richtigen Weg brachte. Durch ihr Gespür für gute Geschichten und ihre Erfahrung im Liebesromanbereich krempelte ich einen Großteil der Story um und machte aus meiner Protagonistin eine Heldin. Sie ist zu einer Identifikationsfigur geworden, in der sich jede Frau wiederfinden kann. Mit Ethan gab ich Robyn einen Mann an die Seite, der kein Bad Boy, kein Arschloch und kein mürrischer Draufgänger ist, sondern ein liebevoller, treuer und verlässlicher Partner, der ihr dabei hilft, durch die Wirren ihres turbulenten Lebens zu sich selbst zu finden. Dass er natürlich trotzdem wahnsinnig männlich und sexy bis in die Haarspitzen ist, versteht sich von selbst 😉

Die Arbeit am Buch hat mich oftmals an meine Grenzen gebracht. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob die Geschichte gut genug ist und ob das überhaupt jemand lesen und gut finden wird. So geht es den meisten Autoren, die ich kenne. Diese Gedanken sind absolut normal. Durch meinen wundervollen Verlag Romance Edition, der von Anfang an begeistert von meiner Geschichte war, habe ich gelernt, über mich selbst hinauszuwachsen und innerhalb kürzester Zeit das Beste aus meiner Grundidee herauszuholen.

One Hundred Lovers ist mein fünfter Roman und mein wichtigstes Buch. In dieser Lovestory steckt so viel Herzblut und Liebe, aber auch Rückschläge und Enttäuschungen bringe ich mit der Entstehungsgeschichte in Verbindung. Denn eigentlich war das Buch für einen anderen Verlag gedacht. Die Ablehnung meines Manuskripts im Frühjahr 2019 kam für mich unerwartet. Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet und war fest davon überzeugt, dass eine Zusammenarbeit zustandekäme und die Geschichte ganz wunderbar ins Programm passen würde. Nachdem sich die zuständige Lektorin, trotz vorherigem Versprechen, auf mein überarbeitetes Exposé nicht mehr zurückmeldete, kam das für mich einem kleinen Weltuntergang gleich. Plötzlich wusste ich nicht mehr, ob mein Buch überhaupt erscheinen würde. Ich bewarb mich bei mehreren Literaturagenturen, doch – wie bei anderen Projekten auch – waren die Rückmeldungen entweder deprimierend oder gar nicht erst vorhanden. Obwohl New Adult und Erotik so gut laufen wie nie, schien sich niemand für mein Manuskript zu interessieren. Und dann bewarb ich mich bei Romance Edition. Der Verlag stand schon länger auf meiner Liste und ich dachte: „Ich versuch’s jetzt einfach!“ Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Doch dann geschah wieder nichts – bis mich eine Mail der Verlagsinhaberin erreichte, in der sie fragte, ob ich noch an einer Veröffentlichung interessiert wäre. Da bemerkte ich, dass sie, nur wenige Tage nach meiner Bewerbung, sofort geantwortet und das gesamte Manuskript angefragt hatte. Und wo war diese wichtige Mail gelandet? Im Spam-Ordner! Ich hätte gleichzeitig heulen, schreien und lachen können. Natürlich war ich interessiert! Und so kam die bisher beste Zusammenarbeit, die ich mit einem Verlag erleben durfte, zustande, von der ich reichlich profitiert und bei der ich sehr viel gelernt habe.

Meine liebe Autorenfreundin Yvonne Westphal hat nach der Absage von meinem einstigen Wunschverlag zu mir gesagt: „Ärgere dich nicht. Wenn sich eine Tür schließt, geht meist eine andere, viel bessere, auf.“ Ja ja, dachte ich damals. Würde ich jetzt auch behaupten, aber genauso war es. Und darüber bin ich unendlich glücklich.

Bücher zu schreiben ist eine einsame Tätigkeit, die den Autor oft monatelang an den Schreibtisch fesselt und immer wieder mit Selbstzweifeln konfrontiert. Wenn das Werk dann vollbracht ist, man sich durch etliche Überarbeitungsrunden gequält und den Glauben an sich und sein Talent wiedergefunden hat, schickt man sein Manuskript voller Hoffnung in die Verlagswelt hinaus. Hagelt es dann Absagen von Verlagen und Agenturen, die man zuvor sehr sorgfältig ausgewählt hat, fühlt sich das ungefähr so an wie der Korb deines lang verehrten Schwarmes, den du dich endlich anzusprechen getraut hast. Aber am Ende hat Yvonne Recht behalten: Die beste aller Türen hat sich für mich zum Schluss geöffnet. Und ich kann es kaum erwarten, dass ihr mit mir zusammen hindurch tretet, um die Geschichte von Robyn und Ethan auf eurem Reader oder zwischen den Buchdeckeln zu entdecken.

Mein Erotikroman hat ein Zuhause gefunden

romance edition

Tolle Neuigkeiten: 

Mein erotischer Liebesroman „One Hundred Lovers“ hat ein wundervolles Zuhause gefunden und wird voraussichtlich im Februar 2020 bei Romance Edition erscheinen. Meine Geschichte passt perfekt in das Programm des Verlages, dessen Bücher mich schon in der Vergangenheit als Leserin begeistern konnten. Wenn alles klappt, werde ich euch das Buch persönlich auf der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr vorstellen können.

Ich freue mich riesig auf die weitere Arbeit am Manuskript und kann es kaum erwarten, das Buch nächstes Jahr in Händen halten zu können. Auch das Cover habe ich schon gesehen und liebe es abgöttisch. Sobald die Verlagsvorschau für das Frühjahrsprogramm 2020 online geht, darf ich es euch zeigen. So viel kann ich aber schon verraten: es ist sexy, dunkel, shiny und atemberaubend schööön.

Einen Erotikroman zu schreiben hat mich schon lange gereizt, da ich das Genre selbst gerne lese. Bald erzähle ich ein bisschen mehr zur Entstehung des Romanes und den langen Weg, den ich mit diesem besonderen Manuskript zurückgelegt habe.